Kürzlich wurde ich auf eine Demonstration aufmerksam gemacht, die am 8. Mai, dem (in diesem Fall 63.) Jahrestag der Kapitulation des 3. Reichs in meiner heiß geliebten Heimatstadt stattfinden sollte. Ich versuchte, mich im Vorfeld zu informieren, besonders um zu erfahren, aus welchem Umfeld die Redner stammten. Dunkel ließ sich erahnen, dass die SDAJ, ihres Zeichens Jungendableger der DKP, bei der Demo mitmischen würde. Deren Hessenhomepage wurde allerdings seit Ende letzten Jahres nicht mehr aktualisiert. Also entschloss ich einfach einmal, die Demo zu besuchen.
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Von Demos, Hirnverteilung und Redefreiheit
Präventivmaßnahme
Mir ist eben aufgegangen dass die deutsche Überwachungspolitik ein durchaus sinnvolles Mittel gegen den Terror ist. Wenn man präventiv schon mal alle Bürgerrechte dem Erdboden gleichmacht, gibt es auch keinen Rechtsstaat mehr, der von Terroristen angegriffen werden kann. Politiker sind doch intelligentere Zeitgenossen als gedacht.
Fragwürdige Recherche
Dass Journalismus in vielen Fällen nicht nur der Wahrheit, sondern viel mehr den Einschalt- bzw. Kaufquoten verpflichtet ist, sollte jedem klar sein. Da werden nach Lust und Laune Tatsachen verdreht, Lügen verbreitet und Meinungsmache betrieben. Dass sich jedoch mit dem Aufkommen des Internet eine Art Fast Food-Journalismus entwickelt bzw. weiterentwickelt hat, war mir bis vor einigen Monaten neu.
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Junge Leute braucht die Wirtschaft!
Meiner Meinung nach geht die Reformierung des deutschen Bildungswesens viel zu langsam vonstatten. Studiengebühren, Bologna; alles Pillepalle! Hier ist das was Deutschland wirklich braucht.
Mit 3 Jahren wird Mandy gegen ein monatliches Entgelt von 300 - 5000€ (je nach Qualität der Schule) eingeschult. Ab diesem Alter wird die 50-Stunden-Woche eingeführt. Acht Jahre verbringt sie in der Schule, wo sie von morgens bis abends mit Faktenwissen vollgestopft wird. Ist sie danach noch nicht zu erledigt, um diese Praxis kritisch zu hinterfragen, wird sie in ein Umerziehungslager verlegt, wo sie 20 Jahre Zwangsarbeit zu absolvieren hat. Nach dem Abitur (Mandy ist mittlerweile 11 Jahre alt) steht der Bachelor-Studiengang auf dem Plan. Hat sie bis dahin noch nicht Selbstmord begangen, wird für sie die 84-Stunden-Woche eingeführt. Um dieses Pensum einhalten zu können, werden Samstag und Sonntag zu regulären Wochentagen erklärt. Muss sie nebenbei noch jobben, um sich die Studiengebühren (3000 - 50000€, je nach Qualität der Universität) zu verdienen, muss sie eben ein wenig länger aufbleiben. Nach weiteren zwei Jahren hat sie mit 13 einen Bachelor. Damit kann sie Schreinerin, Müllfrau oder Verkäuferin bei Lidl werden. Fühlt sie sich zu Höherem berufen, macht sie in einem weiteren Jahr (in dem die Stundenzahl pro Woche noch einmal auf 98 erhöht wird) ihren Master. Damit könnte sie zum Beispiel Bürokauffrau oder Sekretärin werden. Wenn das Mandy immer noch nicht reicht, macht sie einen Ph.D., für den sie bei der gewohnten 98-Stunden-Woche 2 Jahre braucht.
Nun hat Mandy einen Doktortitel, und das mit 16 Jahren! Damit stehen ihr alle Türen zu Ruhm und Reichtum offen! Jetzt kann sie Anwältin werden und im Namen der Musikindustrie bettelarme Leute in den Ruin klagen oder in eine Partei eintreten und die wenigen noch vorhandenen grundlegenden Bürger- und Menschenrechte abschaffen.
Wenn Mandy 30 Jahre alt ist, ist sie ökonomisch nicht mehr tragbar. Sie hat keinen Elan und keine neuen Ideen mehr, und ihre Taschenfalten und ihr Verwesungsgestank vergraulen alle Kunden. Deswegen gehört Mandy jetzt zum Alteisen. Was ein Glück, dass sie in 30 Jahren genug gearbeitet hat, um sich nicht nur eine Villa, zwei Pools und 25 pflichtschuldige Haussklaven zu kaufen, sondern auch noch 9,6 der Senioren über 30 mitzuernähren.
Wir gratulieren Mandy und schütteln angewidert ihre knochige Hand, in der wir schon Maden auszumachen scheinen.
0wn3d, Frau Zypries!
Ich bin nicht so jemand der so ähm im Internet rumspielt, sondern ich hab dann immer konkrete Fragen und dann guck ich halt wo ich die Antwort finde.
Dieses professionelle Statement gab Brigitte Zypries, unsere Justizministerin und pflichtschuldige Durchwinktante der Schäubleschen Totalüberwachung, vor Kinderreportern im ARD-Morgenmagazin von sich. Was sich in diesem Satz dunkel erahnen lässt, wird in der Antwort auf die nächste Frage bestätigt und der Aberwitz dieser Szene ist dem eines Satirefilms würdig.
Kreide rauchen für den Tierschutz
Neulich war ich bei einer Freundin zu Besuch. Als wir die Förmlichkeiten geregelt hatten (”Hallo, wie geht’s?”, “Hast du Alkohol dabei?”, “Kommst du mit auf’s Summer Breeze?”), fragte sie mich spontan, ob ich Kreide hätte. Darauf fragte ich zurück, ob wir nicht lieber was anderes rauchen sollten. Sie hatte jedoch nicht im Sinn, die Kreide zu rauchen, sondern mit ihr Gebäude zu verschandeln. Sie sagte, man könne doch mit Kreide “Animal Liberation” auf die Wände unserer Heimatstadt schreiben.
Ich verkneife mir jeden Kommentar.
Pagan Metal == NAZIMUSIK!! oder was?
Gestern wurde ich durch eine Freundin auf einen Artikel des Berliner Institut für Faschismusforschung aufmerksam gemacht, in dem das bevorstehende Paganfest aufs Schärfste kritisiert und einzelne Bands angegriffen werden. So heißt es dort wörtlich:
Fünf Bands aus Finnland (3), der Schweiz (!) und von den Färöer Inseln präsentiert der Veranstalter des nordischen Vernichtungsideologie-Spektakels, “Folter Records”, auf der “Paganfest Tour 2008″ im SO 36. “Das Esso”, wie der Club im Szenejargon heißt, verlinkt sich auf seiner Webseite mit den Bands. Auch wenn nicht alle Links funktionieren — der zu “Moonsorrow” geht: hier kann man die blutrünstigen “Lyrics” der Rächer Wotans nachlesen, sich zu “Runen-Ritzern” mit Hakenkreuzen, Keltenkreuzen oder Hagalsrunen weiterklicken, und von hier kann man auch die Webseiten der anderen Bands erreichen. Es sind allesamt faschistoide Gruppen, Ableger der rechtsextremen Kulturszene, die sich bisher schon im Black Metal und Gothic zeigte.
Das konnte ich so nicht auf sich beruhen lassen, und somit schrieb ich einen offenen Brief an dieses sogenannte Institut.
